Mit dem VW Bus durch Italien

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Wir sind schon wieder eine ganze Weile von unserer Italienreise im Juni zurück. Der Alltag und die Arbeit rufen und doch schwelge ich noch immer täglich in Erinnerungen an diese unvergessliche Zeit. Ich war bereits als Kind einige Male in Italien, hatte nur schöne Momente in diesem Land erlebt und dennoch tendierte ich in den letzten Jahren eher dazu, meinen Sommerurlaub in der Ferne zu verbringen.

Oft ist das Schöne aber ganz nah und weil wir im Juni unglaublich urlaubsreif waren, packten wir mir nichts, dir nichts unsere 7(289) Sachen, liehen uns den grandiosen VW Bus California von meinen Eltern und machten uns auf in Richtung Süden. Ganz so spontan, wie es hier klingt, war unsere Route dann aber doch nicht. Wir buchten im Voraus zwar keinerlei Stellplätze, hatten uns aber ein paar Ziele im Hinterkopf vermerkt.

Wir fuhren die Nacht über durch und kamen am frühen Morgen am traumhaften Gardasee an. Wir entschieden uns für einen Campingplatz auf der östlichen Seite des Sees, zwischen Bardolino und Garda. Hier konnten wir einen Platz in erster Reihe an der Seepromenade sichern und weil die Gegend viel zu schön ist, um erstmal ein Nickerchen zu machen, schnappten wir uns die Fahrräder und erkundeten das schöne Örtchen Bardolino. Wir frühstückten leckerstes Eis am Wasser und liefen durch die vielen verwinkelten Gassen. Anschließend verbrachten wir die Mittagsstunden am See, badeten im klaren Wasser und genossen die Sonnenstrahlen. Am Abend suchten wir uns ein nettes kleines Restaurant in Garda direkt am Wasser und hatten die allerbesten Muscheln und leckeren Hauswein. Müde aber glücklich, radelten wir an der Seepromenade zurück und schliefen die erste Nacht in unserem fahrbaren Bett.

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Am nächsten Morgen führte die Reise uns weiter zur nächsten Station. Wir entschieden uns, nach La Spezia zu fahren und von dort aus die süßen Örtchen Manarola und Riomaggiore im berühmten Cinque Terre zu entdecken. Die Landschaft und die fotogenen bunten Häuschen sehen auch in Wirklichkeit wie gemalt aus. Leider waren wir nicht die einzigen Touristen und ich habe auch noch im Nachhinein viel an die Bewohner dieser tollen Orte gedacht, die vermutlich das ganze Jahr über von Touristen überrannt werden. Natürlich schossen auch wir die typischen Fotos und hatten Spaß dabei, ein paar mutige Klippenspringer zu beobachten.

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In dieser Nacht blieben wir in Viareggio, da wir am nächsten Morgen noch etwas weiter in die Toskana fahren wollten. Genauer gesagt, verbrachten wir den nächsten Vormittag im schönen Lucca. Glücklicherweise ist Lucca noch gar nicht so touristisch, wie beispielsweise das bekanntere Pisa. Wir hatten also viele der schönen Gassen und Boutiquen fast für uns alleine. Solltet ihr mal in Lucca sein, empfehle ich euch sehr einen Blick in die imposante Kirche San Michele in Foro zu werfen und euch Bruschetta zu bestellen. Ein Träumchen.

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Gestärkt fuhren wir weiter über die Landstraßen in die berühmte Weinregion Chianti. Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel, kamen wir an dem kleinen Bergdorf Certaldo vorbei. Es schien fast ausgestorben, doch abends scheint hier einiges geboten zu sein. Wir nutzten die schöne Kulisse, um ein paar Fotos von meinem neuen Lieblingskleid zu schießen. Das zeige ich euch aber gerne in einem anderen Post.
Am Ziel, dem Camping Panorama del Chianti, angekommen, trauten wir unseren Augen nicht. Plötzlich standen wir in genau dem Bella Italia, von dem immer alle sprechen. Der von zwei Frauen geführte, recht übersichtliche Platz, bot die allerschönsten Stellplätze mit Blick über die wunderschöne Toskana, einen traumhaften Pool, eigens angebauten Wein und die allerbeste Spaghetti Arrabiata, die ich jemals gegessen hatte. Wir verbrachten einen tollen Abend, der mit dem allerschönsten Sonnenunterging zu Ende ging.

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Die Reise ging nun weiter in Richtung Florenz. Wir entschieden uns, das Auto etwas außerhalb von Florenz abzustellen und mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Generell empfehle ich allen Reisenden, ihre Autos so weit wie möglich außerhalb von Florenz zu parken. Leider wird hier sehr viel eingebrochen, wir hörten so manche Horrorstory und auch die Parkgebühren haben es hier in sich.

Leider spielte an diesem Sightseeing-tag mein Kreislauf nicht so gut mit. Trotzdem hat es mir Florenz sehr angetan und ich möchte unbedingt noch einmal wiederkommen. Ich stelle es mir auch im Herbst und Winter ganz romantisch vor. Und natürlich wird hier kulinarisch so ziemlich alles geboten, was das italienische Foodherz höher schlagen lässt. In der großen Markthalle „Mercato Centrale“ und auch drum herum lässt sich sehr günstig, aber grandios essen. Und auch sonst hat Florenz so viel zu bieten. Von wunderschönen Schuhläden, über Lederwarenhändler bis hin zu High End Mode ist hier natürlich alles vertreten. Schaufenstershopping lässt sich übrigens am besten auf der Via Roma betreiben. Und den allerschönsten Ausblick über die Stadt hat man vom Piazzale Michelangelo.

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Mittlerweile ist es Donnerstag und wir fahren wieder in Richtung Norden, über Padua in Richtung Treviso. Hier machen wir einen ganz besonderen Stopp, denn dank eines Schnäppchens gönnen wir uns heute eine Nacht im Hotel. Genauer gesagt bleiben wir im Hotel Relais Villa Corner della Regina. Allerdings möchte ich unbedingt nochmal in einem anderen Post genauer über diesen Geheimtipp sprechen. Ich kann aber schon mal vorweg nehmen – hier ist Prinzessinenfeeling angesagt.

Glücklich und entspannt machen wir uns auf den Weg in Richtung Venedig. Wir bleiben für zwei Nächte in Punta Sabbioni und gönnen uns zum ersten Mal in dieser Woche einen Strandtag. Vom Campingplatz sind es aber nur wenige Minuten zur Fähre und so fahren wir am Samstag erst auf die bunte Insel Burano und anschließend ins malerische Venedig. Zwischen all den anderen Touristen staunen wir über die wahnsinnigen Gebäude, die vielen Brücken und das leckere Eis. Venedig ist wunderschön. Allerdings ist es wirklich schade, dass man sich die Eindrücke immer mit so vielen anderen Touristen gleichzeitig teilen muss. Trotzdem ist diese Stadt absolut eine Reise wert.

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Am Sonntag machen wir uns auf den Heimweg und halten unterwegs in Verona. Ein ausgiebiges Mittagessen mit meiner besten Freundin und ihrem Liebsten, viel Eis und noch mehr Lachen bilden den perfekten Schluss dieser besonderen Reise. Ich bin so froh, dass wir uns entschieden haben, mit dem Bus loszufahren und einfach immer dort zu bleiben, wo es uns gefällt. Natürlich ist so eine Reise nur schön, wenn alle beteiligten Spaß an dieser Art von Urlaub haben. Aber da ich den weltbesten Freund habe, war sowieso schon vorher klar, dass diese Reise ganz besonders wird.

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